Fachstelle Extremismus und Psychologie
Psychologisch-Therapeutisches Netzwerk

Projekt NEXUS - Justiz und Extremismus

MitarbeiterInnen im Justizvollzug und in der Gerichts- und Bewährungshilfe kommen in ihrem Berufsalltag mit Menschen in Kontakt, die sich aus unterschiedlichen Motiven religiös oder politisch begründeten extremistischen Angeboten zuwenden. Dies können bislang unauffällige junge Menschen wie auch bereits ideologisierte Straftäter oder Personen sein, die aufgrund einschlägiger, terroristischer oder extremistischer Taten inhaftiert sind. Um Gefährdungen zu erkennen, Radikalisierungsverläufe zu verstehen und eine Distanzierung von extremistischen Denkweisen und deren sozialen Kontexten zu ermöglichen, sind psychologisches Wissen, psychosoziale diagnostische Kompetenzen und ein entsprechender Erfahrungsaustausch hilfreich.

Das Projekt NEXUS hat folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • fallbegleitende Beratung und Supervision,
  • Aufbau eines spezialisierten psychotherapeutischen Beratungs- und Behandlungsnetzwerkes,
  • Workshops für die Gerichts- und Bewährungshilfe zu Fragen des Fallverstehens und des Risikomanagements bei Radikalisierungsgefährdungen, Extremismusdistanzierung und Ausstieg aus den gewaltbereiten Gruppen,
  • Mitwirkung bei der Erstellung von Arbeitshilfen für die Gerichts- und Bewährungshilfe,
  • Beteiligung am Kompetenznetzwerk für den Justizvollzug.

NEXUS ist ein Teilprojekt im Berliner Modellprojekt JUST X - Prävention und Deradikalisierung im Berliner Strafvollzug - welches vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert wird. JUST X wird in Berlin in einem Trägerverbund des Violence Prevention Network e.V., der Denkzeit-Gesellschaft e.V. und uns in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung realisiert.

 In Zusammenarbeit mit:



Gefördert im Rahmen von: