Fachstelle Extremismus und Psychologie
Psychologisch-Therapeutisches Netzwerk

Fallbegleitende Beratung und Supervision im Kontext von Extremismus und Deradikalisierung

Die berufliche Tätigkeit im Kontext von Radikalisierungsrisiken, Frühintervention bei Extremismus und Angeboten zur Deradikalisierung ist anspruchsvoll. Sozialberuflich tätige Fachkräfte, die mit Menschen in Radikalisierungs- oder Ausstiegsprozessen in Kontakt kommen, treffen auf vielfältige Unsicherheiten in der Einschätzung und im Umgang mit Klienten in oftmals psychisch und sozial konfliktreichen Lebenssituationen. Mitunter fehlt ein kollegialer Rahmen, um eigene emotionale Belastungen zu reflektieren. Daher bieten wir als PsychologInnen und PsychotherapeutInnen fallbezogene Beratung und Supervision an.

Im Rahmen von NEXUS richtet sich die fallbegleitende Beratung und Supervision an MitarbeiterInnen der Berliner Gerichts- und Bewährungshilfe und auf Absprache an weitere im Justizkontext Tätige.

Unser Angebot ist:

  • immer fall- und problembezogen,
  • kann einmalig oder mehrmalig sein,
  • ist vertraulich,
  • findet in einem geschützten Rahmen statt.

Sie können die Beratung und Supervision bei allen Fragen im Zusammenhang mit dem Problemfeld von Extremismus-Gefährdungen, Deradikalisierung und Ausstiegshilfen in Anspruch nehmen.

Anliegen und Themen können sein:

  • die Wechselwirkung psychischer Auffälligkeiten und Radikalität besser verstehen,
  • Radikalisierungsgefährdungen sowie Selbst– und Fremdgefährdungen einschätzen,
  • Umgang mit Krisen und Risiken des Rückfalls,
  • Motive und Bedürfnisse im Zusammenhang mit extre-mistischen Ideologien, Gruppen und Gewalt analysieren,
  • Behandlungsempfehlungen diskutieren und die Zusammenarbeit im Hilfenetzwerk besprechen,
  • die besonderen Erfahrungen und Hintergründe der Klienten besser verstehen und damit umgehen (z.B. bei Rückkehr aus Dschihad-Gebieten).

Kontakt: Berliner Gerichts- und BewährungshelferInnen können sich zur Terminvereinbarung bei Frau Dipl.-Psych. Kerstin Sischka, kerstin.sischka@fep-berlin.de, melden.