Fachstelle Extremismus und Psychologie
Psychologisch-Therapeutisches Netzwerk

Mitwirkung an Netzwerken zur Deradikalisierung (in Arbeit)

Menschen, die sich aus extremistischen Umfeldern und Denkweisen lösen möchten, brauchen gesellschaftliche und professionelle Unterstützung. Die Distanzierung von ideologischen Überzeugungen und Bezugsgruppen ist meist ein Prozess, der mit inneren Krisen, Schwankungen und Ambivalenzen einhergeht. Eine Ausstiegsentscheidung zu treffen bedeutet oftmals, das eigene Leben grundlegend zu verändern. Aber eine Neuorientierung abseits von Hass und Gewalt kann schwierig sein. Die Entscheidung, sich aus extremistischen Bezügen zu lösen, kann man niemandem abnehmen. Aber man kann Menschen dabei unterstützen, diesen Weg zu gehen und sich selbst ein anderes Leben aufzubauen. Dazu können auch unterstützende und flankierende psychotherapeutische Hilfen im Ausstiegs– und Neuorientierungsprozess gehören.

Unsere Angebote richten sich einerseits an Fachkräfte und andererseits direkt an Menschen, die sich aus extremistischen Umfeldern und Denkweisen lösen wollen:

Für Fachkräfte:

  • Fachkräften, die mit Menschen im Deradikalisierungs- und Ausstiegsprozess arbeiten, bieten wir einen geschützten Rahmen zum kollegialen Austausch, bei Bedarf auch in Form von Fallsupervision.
  • Fachkräften, die mit RückkehrerInnen aus Dschihad-Gebieten (und ihren Kindern) arbeiten oder mit Menschen, die sich aus salafistisch-dschihadistischen Kontexten lösen wollen, bieten fallbegleitende Beratung.

Für Klienten im Kontext der Ausstiegshilfe:

  • Für ausstiegswillige Menschen bieten wir eine Sprechstunde und Erstberatung an, um mit Ihnen gemeinsam herauszufinden, welche Unterstützung Sie brauchen, und ob psychotherapeutische Beratung oder Behandlung passend sein könnte.
  • Wir bieten Eltern - und Familiengespräche an, um Deradikalisierungs– und Ausstiegsprozesse zu begleiten und  zu unterstützen.

Wir arbeiten im Netzwerk der Heilberufe, beispielsweise mit Kinder– und Jugendlichenpsychotherapeuten, Kinder– und Jugendpsychiatern und psychologischen sowie ärztlichen Psychotherapeuten zusammen, um Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in extremistischen oder terroristischen Umfeldern aufgewachsen sind, psychotherapeutische Hilfe zu vermitteln.

Als Psychologisch-therapeutisches Beratungsteam bringen wir uns im Rahmen unserer berufsrechtlichen Möglichkeiten in die Berliner Kooperationsstrukturen zur Extremismusprävention und Deradikalisierung ein.

Kontakt zur Vereinbarung einer Erstberatung:



Hinweis für Fachkräfte: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Angebote noch im Aufbau befinden. Wir erhalten derzeit (noch) keine Projektförderung und arbeiten daher im Jahr 2019 modellhaft und mit eingeschränkten Kapazitäten. Eine Erstberatung zur Klärung Ihres Anliegens bieten wir derzeit kostenlos an. Für darüber hinaus gehende Beratungsleistungen können Kosten entstehen. Wir bemühen uns um eine öffentliche Förderung im Rahmen der Programme der Extremismus-Prävention und Demokratieförderung, um unser Angebot ab 2020 zu verstetigen.